Deutsches Kaiserreich

Die Münzen des Deutschen Kaiserreiches sind ein großes Sammelgebiet. Im bekannten Jaeger-Katalog, der Bibel für Münzensammler älterer Münzen, umfasst dieser Münzen-Bereich insgesamt 300 Nummern. Geprägt wurden die Münzen mit Jahreszahlen von 1871 bis 1919.

 

Im Deutschen Kaiserreich wurden Münzen mit folgenden Nominalen geprägt:

  • 1 Pfennig

  • 2 Pfennig
  • 5 Pfennig
  • 10 Pfennig
  • 20 Pfennig
  • 25 Pfennig
  • 50 Pfennig
  • 1/2 Mark
  • 1 Mark
  • 2 Mark
  • 5 Mark
  • 5 Mark Gold
  • 10 Mark Gold
  • 20 Mark Gold

Gerade im Sammlergebiet des Deutschen Kaiserreiches zeigt sich ganz deutlich, dass es bei Münzen nicht heisst: ALT = TEUER.
Es gibt Kleinmünzen (1 Pfennig bis 10 Pfennig), die von Münzenhändlern sogar an Kunden verschenkt werden.
Gleichzeitig kommt die wohl teuerste Münze aus dem gesamten Sammelgebiet Deutschland auch aus dem Kaiserreich. Es handelt sich um die Jaeger-Nummer 141. Ein 3 Mark Stück aus dem Königreich Sachsen zum 400-jährigen Reformationsjubiläum mit einer offiziellen Auflage von 100 Stück in Polierter Platte kostet ca. 70.000,00 Euro.
Von diesem Typ sollten ursprünglich insgesamt 330.000 Münzen geprägt werden. Doch aufgrund der Silberknappheit im 1. Weltkrieg wurden zunächst nur diese 100 Münzen genehmigt. Davon wurde jedoch nur ein kleiner Teil tatsächlich geprägt. Insgesamt existieren wohl nur noch knapp 40 Exemplare. Dazu heisst es, damals konnte der Medailleur Fritz Hörnlein für seine Arbeit nicht entlohnt werden. Ihm soll der Lohn dann in etlichen dieser Münzen ausgezahlt worden sein. Bei den großen Bombenangriffen auf Dresden 1945 kam er ums Leben. Münzen aus seinem Besitz sollen im Brandschutt untergegangen sein.